#Älterwerden – das Altern der Eltern

Dieser Text gehört zu der Themenreihe #Älterwerden von @meterhochzwei, für deren Blog ich dies als Gastbeitrag verfassen durfte.

 

Meinen Eltern geht es gut, sie sind gesund und aktiv. Sie achten auf ihre Ernähung und treiben Sport. Meine Mutter arbeitet halbtags, mein Vater ist seit letztem Sommer in Pension. Sie lachen viel und gönnen sich ab und an ein Glas Wein und knabbern dabei ein paar Chips.Ich besuche sie ein bis zwei Mal in der Woche, denn sie wohnen nur ein paar Kilometer entfernt. Zu den Feiertagen kommt meine Schwester zu Besuch und wir vier verbringen dann ein paar entspannte Tage zusammen. Ich hoffe das bleibt sehr lange so.

Aber natürlich weiß ich auch, dass dies nicht für immer ist. Ich erlebe das täglich, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. In dem Haus in dem ich lebe wohnt Praterre ein netter älterer Herr. Er lebt allein und hört nicht mehr ganz so gut. Er ist Diabetiker und mittlerweile auf einen Rollator angewiesen. Er ist sehr freundlich, zuvorkommend und nimmt immer meine Pakete an, wenn ich nicht da bin. Dafür schenke ich ihm ab und an eine Tafel Diabetikerschokolade, die er mag. Die Hausgemeinschaft hier übernimmt seine Aufgaben wie Flurwoche und Mülltonnen rausstellen und greift ihm unter die Arme. Vor seiner Wohnung steht ein kleiner Hocker, wie man ihn aus dem Kindergarten kennt. Wer morgens als Erster das Haus verlässt, nimmt eine Zeitung von dem Stapel und legt sie ihm auf das Höckerchen, damit er sich nicht bücken muss. Zwei mal am Tag kommt der ambulante Pflegedienst und schaut nach dem rechten. Um den Hals trägt er einen Notrufknopf  für den Notfall.Zwei Mal war schon der Krankenwagen da und musste ihn mitnehmen. Einmal in der Woche kommt seine Tochter vorbei und besucht ihn. Doch abends, wenn alle Dinge erledigt sind, alle Medikamente verteilt und alle Nachbarn in ihreren eigenen vier Wänden sind ist er allein. Er isst allein sein Abendbrot, schaut ein wenig fern und legt sich allein ins Bett. Anderen Besuch bekommt er nicht. Seine Frau lebt schon seit einigen Jahren nicht mehr.

Vor einigen Monaten erhielt ich einen Anruf meiner Mutter. Ungewöhnlicherweise rief sie mich am Vormittag auf dem Handy an. Das tut sie sonst nie, da sie weiß, dass ich im Büro bin und nicht ans Telefon gehen kann. Doch ich hatte gerade ein wenig Leerlauf und ging ran. In ruigem Ton sagte sie, dass sie mit meinem Vater in der Notaufnahme sei, da er gestürzt sei und sie ihn nun durchchecken mussten.

Umgehend durchfuhr mich ein Schrecken bis tief ins Mark. Ich ließ alles stehen und liegen und machte mich auf direktem Wege auf in die Notaufnahme. Dort fand ich meinen wartenden Vater vor – mit blauem Auge, einer Blutunterlaufenen Nase und einigen Macken im Gesicht. Seiner Natur entsprechend begrüßte er mich mit einem Witz darüber dass er mit der Toilettentür in eine Schlägerei geraten sei. So wie er aussah, fand ich das allerdings nicht so lustig. Es war so, dass er in der Nacht zur Toilette gegangen und danach zu rasch aufgestanden war. Daraus folgend hatte er eine Ohnmacht erlitten, auch Miktionssynkope genannt.

Er hatte in dem engen Bad das Bewusstsein verloren und war wie ein nasser Lappen vornüber gegen die Innenseite der Toilettentür geknallt, mit dem Gesicht voran. Dort muss er eine Zeit gelegen haben, denn als er wieder zu sich kam, war ihm schon kalt geworden. Er ging zurück ins Schlafzimmer, das damals noch im Dachgeschoss lag, und weckte meine Mutter mit den Worten „Kannst du mal gucken, ich glaub ich hab da was im Gesicht.“ Da es mitten in der Nacht war und er sich sonst gut fühlte bestand mein Vater darauf erst einmal weiter zu schlafen um dann am nächsten Tag ins Krankenhaus zu fahren (alleine bei dieser dusseligen Idee könnte ich schon die Wände hochgehen – aber nun gut.)

So saßen wir da also und warteten Stunde um Stunde auf einen Arzt. Mein Vater fühlte sich bis auf ein paar Kopfschmerzen gut, aber er sah mit den Macken und Flecken im Gesicht einfach sehr mitgenommen aus. Er hatte sich an dem Morgen nicht rasiert und man merkte ihm an, dass die restliche Nacht auch nicht sehr erholsam gewesen sein dürfte.

In diesem Moment betrachtete ich meine Eltern, wie sie nebeneinander saßen und mir wurde bewusst, dass die beiden eben nicht mehr diese alterlosen Wesen waren, wie ich sie immer erlebt hatte. Damit meine ich, dass meine Eltern immer irgendwie waren wie sie waren – so als hätten sie kein Alter. Natürlich feierten wir jedes Jahr einen weiteren Geburtstag, aber in meinen Augen waren sie nie „alt“. Sie trieben Sport, gingen aus, machten Urlaub. Sie machten das was sie immer machten, seit ich sie eben kannte. Als Kind begreift man noch nicht welches Verhältnis Alter in einem Leben einnimmt, aber in diesem Moment dort in der Notaufnahme merkte ich schlagartig, dass auch meine Eltern „alt“ wurden. Mein Vater ist 62 und meine Mutter 59. Betrachtet man die heutige Lebenserwartung ist das wirklich „kein Alter“. Jedoch weiß ich noch genau, dass meine Großmutter värtlicherseits 64 war als sie starb. Der Gedanke daran, dass meine Eltern bald in dem selben Alter sind gruselt mich ungemein.

Seit dieser Begebenheit im Krankenhaus fielen mir immer wieder Dinge auf, die meiner Aufmerksamkeit früher entgangen waren. Kleine Helferlein zogen bereits vorsorglich in den Haushalt meiner Eltern ein, nicht weil sie darauf angewiesen waren, aber weil sie bestimmte Dinge eben erleichterten. Das Schlafzimmer wurde vom Dachgeschoss auf die Ebene verlegt, in der auch das Bad liegt und atsächlich bin ich auch sehr froh darum, dass mein Vater, ein geborener Malocher und Handwerker, nun endlich beginnt seine körperlichen Grenzen zu erkennen. So ist es eben nicht mehr notwendig, dass er über ein Fenster auf das Dach des Hauses kraxelt um die Satelitenschüssel neu zu montieren. Ebensowenig muss er nun die eingelagerten Reifen aus dem Keller in die Garage schleppen. Er hat gelernt, dass ihm die Knochen häufiger weh tun als früher, wenn er sich körperlich betätigt und ich bin heilfroh, dass er bereit ist (zumindest im Ansatz) Hilfe anzunehmen.

Das zweite Mal rückte das Thema „Älterwerden“ in meinen Fokus als meine Eltern ihren letzten Urlaub planten. Sie wollten eine längere Kreuzfahrt machen mit Startpunkt Miami Florida, USA. Sie lieben das Reisen und schauen sich gerne die Welt an, so weit weg waren sie aber noch nie. Ihre Planung fiel in den gleichen Zeitraum wie die Anschläge in Paris. Als ich mich ein paar Tage später mir eine Freundin traf, fragte sie mich ob ich wüsste wie man eine Patientenverfügung aufsetzte, für den Fall dass ihr und ihrem Mann mal etwas passieren sollte. Die Anschläge hatten ihr Angst gemacht und sie wollte, dass im Falle eines Falles alles geklärt sei.

„Im Falle eines Falles“. Ein hypothetisches Konstrukt in ferner Zukunft oder Eventualität. Oder, doch nicht? Das Gespräch mit meiner Freundin erinnerte mich daran, dass meine Eltern nie mit uns Kindern über eben solch einen Fall gesprochen hatten. Was wäre wenn..einer von den beiden verungkückt, erkrankt, sich verletzt, einen Schlaganfall erleidet, oder beiden gleichzeitig etwas passiert, etc.? Nach der Geschichte mit dem Krankenhaus schien mir eine solche Eventualität irgendwie ungemein näher gerückt zu sein als zuvor (auch wenn natürlich in jedem Alter etwas passieren kann).

In der nächsten Woche fuhr ich zu meinen Eltern und bat sie eine Patientenverfügung auszufüllen. Nach einer weiten Woche besuchte ich sie erneut um mir meine Abschrift abzuholen. Ich blätterte die Seiten durch und fand am Ende der Verfügungen je einen Absatz zu den Wünschen meiner Eltern, was im Falle des eingetretenen Todes zu veranlassen sei. Ich musste mehrmals tief Luft holen als ich die Zeilen las, die dort standen. Es war nicht der Inhalt der mich traf, sondern eher wie genau sich meine Eltern mit dem Fall ihres eigenen Ablebens auseinander gesetzt hatten.

Mir wurde klar, dass sie sich mit ihrem eigenen Älterwerden sehr wohl beschäftigt und alle Eventualitäten bereits durchgespielt hatten, und dass meine Schwester und ich, als ihre Kinder, dies nur nie gesehen hatten, weil sie eben immer unsere Eltern waren, wie sie eben waren – ohne Älterwerden. Doch das ist nun ein bisschen anders. Ich sehe dieses Alter nun und ich hoffe es lässt sich noch eine ganze Menge Zeit, in der wir Wein trinken und Chips essen können.

Seit zwei Wochen sind die Rolladen der Wohnung in der Parterre heruntergelassen. Der kleine Hocker steht ebenfalls nicht mehr vor der Tür.

 

 

 

7 Tage Reboot – Tag 7 und Fazit

7 Tage Reboot – Tag 7 und FazitIch habs geschafft! 7 Tage nur Saft. Okay okay, 1 Mal Suppe und eine Weinschorle – aber keine feste Nahrung. Mein lieber Schwan, ich hätte es in den ersten 2-3 Tagen nicht gedacht dass ich das durchhalte und auf einmal waren doch 7 Tage rum.

Zunächst noch ein Rückblick auf Tag 7.

Morgens startete ich mit einer halben Portion Saft, weil „jemand“ den Saft auch so lecker fand und mein letztes Glas allein ausschlürfte. Der zuvor frisch geschredderte Saft war noch nicht gekühlt und zudem meine Mittagsportion. So besorgte ich mir dann doch noch 2 Smoothies und dann gings ab in den Zoo. (Ich liebe den Zoo. Ich liebe Tiere. = bester Start in den Tag) Dort hatte ich ausschließlich mein Mineralwasser zu Verfügung, dafür aber viel Bewegung. Wieder zu Hause angekommen trank ich dann meine Mittags-Portion gegen Nachmittag. Um 17:30 war ich zum Essen und danach zu einem kleinen Konzert verabredet.

Meine erste feste Nahrung nach 7 Tagen Saft-Reboot war ein halber hauchdünner Flammkuchen mit Camembert, Wildpreisselbeeren und Walnüssen. MEIN LIEBER SCHWAN, WAR DAS LECKER! Flammkuchenist natürlich immer gut, aber gerade gestern Abend schmeckte es mir doppelt so gut, nach dem vorangegangenen Verzicht.

Interessanterweise hatte ich in den letzten zwei Tagen enorme Lust Fleisch zu essen. Das mache ich sonst recht selten mittlerweile, da ich für mich ja wie gesagt kein Fleisch mehr kaufe, sondern auf Soja-Produkte umgestiegen bin. Aber seit Donnerstag war es wirklich seltsam zu beobachten wie viel Lust ich auf eine Bratwurst oder eine Frikadelle hatte. Für eine frische Bratwurst vom Grill im Brötchen mit Senf hätte ich glaube ich ein Organ eingetauscht. Zudem hatte ich mich in den Tagen meiner Saft-Kur in eine Art Spür-Hund für Essen verwandelt. Kennt noch jemanden die Serie aus den 00er Jahre „Sentinel“? Da ging es um einen Mann der übermäßige Sinneswahrnehmung hatte und die bewusst einsetzen konnte. Kinners, ich war der Sentinel für Schmörfras! Ich konnte im Hausflur riechen wer was in welcher Etage kochte oder anbriet. Quasi vom dem in der Tapete haftende Geruch der letzten Mahlzeit hätte ich sagen können welche Gewürze verwendet wurden. Es war der Hammer. Leider kann ich das im Lebenslauf nirgends als Superkraft angeben. Verdammte Axt!

Jetzt heißt es: vorsichtig wieder einsteigen. Denn man darf nicht vergessen, dass mein Magen und mein Darm seit einer Woche nur mit Saft umgehen mussten. Deswegen wäre es jetzt eher kontraproduktiv sofort wieder „normal“ zu essen. Insbesondere besonders fetthaltige oder scharfe Speisen sind nun für die erste Zeit nicht auf dem Speiseplan. Auch schwer Verdauliches oder zu große Portionen sollte man meiden. Heute Morgen bin ich mit einem kleinen Müsli aus Haferflocken, Bananen, Blaubeeren, Walnüssen und Milch gestartet. Zum Mittag werde ich eine leichte Suppe und dazu ein kleines Brötchen essen.

Fazit:

Hat es sich gelohnt?

Definitiv: ja. Ich fand allein die Erfahrung gut, wie mein Körper auf den Verzicht von Kaffee und Kohlehydraten etc. reagiert hat. Sicherlich sind Kopfschmerzen und Dauerfrieren mit Müdigkeit nicht schön, aber es war doch interessant zu erleben, dass man davon sehr wohl auf echtem Entzug sein kann. Ich habe mit vorgenommen etwas weniger Kaffee in mich zu schütten und bin heute Morgen mit einem Kräutertee im Büro gestartet.

Würdest Du es nochmal machen?

Absolut. Auch wenn ich nun nicht so angefixt bin, wie der Joe aus der Doku (der es ja immerhin 60 Tage durchgehalten hat – Respekt, Bro‘!) habe ich vor es zu wiederholen. Ob nun regelmäßig oder einfach nach Gefühl, das lasse ich offen.

Würdest Du etwas anders machen?

Ich glaube beim nächsten Reboot würde ich gerne frei haben. Das dauernde müde sein schlaucht doch extrem und auch die Konzentrationsschwierigkeiten haben meine Arbeit natürlich etwas beeinflusst. Andererseits hat mich die Arbeit auch etwas abgelenkt. Trotzdem empfehle ich jedem, der es Ausprobieren möchte, in einer arbeitsfreien Zeit zu starten.

Weitere Tipps?

Meine Empfehlung zur Vorbereitung ist in jedem Fall sich die beiden Dokumentationen „Fat, Sick & Nearly Dead“ und dessen zweiten Teil anzuschauen. Den ersten Teil gibt es meines Wissens sogar kostenlos aus Youtube. Außerdem sollte man sich vorher ein bisschen schlau machen, welche Rezepte einem vielleicht am ehesten entgegen kommen und welche man meiden sollte. Hätte ich mich im Vorfeld damit besser beschäftigt, wäre mir das Rote-Beete-Gesöff am ersten Tag vielleicht erspart geblieben. Darüber hinaus kann man natürlich auch mehr Saft im Vorfeld zubereiten als ich das gemacht habe, sofern man genug verschließbare Flaschen zum Abfüllen und einlagern hat. Man kann Saft auch einfrieren, allerdings nur direkt nach dem Abfüllen und dann auch nur für maximal 7 Tage. Wenn man sich einen Vorrat anlegt hat man vielleicht nur ein bis zwei Mal den Aufwand das Obst und Gemüse zu kaufen und kann es dann direkt verwerten. Zudem macht man dann weniger oft den Entsafter dreckig. Leckere Rezepte gibt es kostenlos auf Reboot with Joe Dort kann man sie sogar nach Farben des Saftes sortieren, was super ist. Allerdings sollte man beachten, dass die Angaben immer nur für eine Portion/ ein Glas gerechnet sind. Wer mehr will muss hochrechnen.

Welchen Entsafter hast Du nochmal genommen?

Ich hatte mir über Ebay-Kleinanzeigen den Gastroback 40126 zugelegt. Ich bin nach wie vor begeistert von dem Gerät, weil es mit seinen beiden Stufen wirklich leistungsstark ist und man ihn zusätzlich sehr leicht reinigen kann. Ein Minuspunkt ist leider der etwas niedrig gelegene Abfüllstutzen, der dafür sorgt, dass anfallender Schaum im Saftbehälter rauslaufen kann. Ich habe übrigens den Schaum immer mit einem Löffel weggenommen, weil diese sich sehr unschön an den Rändern und Deckeln der Gefäße abgesetzt hat und zudem einfach eine zu dicke Konsistenz hatte.

Und was sagt die Waage?

Nach 7 Tagen Saft und einer in etwa gleichen Wiegezeit habe ich an Tag 0 noch 81 kg gewogen und an Tag 7 waren es 77,6. Tatsächlich gemerkt habe ich es, dass ich den Gürtel um ein Loch enger ziehen konnte. Aber natürlich weiß ich auch, dass das in der Summe mehr Wasser ist als alles andere. Trotzdem ist es eine gute Ausgangsposition um meine Ernährung nun weiter in einem normalen Maß weiter zuführen und mir eben nicht ein Döner und noch ein Lahmacun reinfahre, nur weil ich Bock drauf habe und es so gut schmeckt.

Fragen?

Klar, wenn ihr noch was wissen wollt, schreibt mir einfach auf Twitter oder hier im Kommentarfeld. Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass selbst ein Schmörfras-Lover wie ich es einer bin, durchaus sowas durchstehen kann.

Danke für Euer Interesse an meinem Leiden 😀 

7 Tage Reboot – Tag 6

Ich beginne mit dem Nachtrag zum Zeitaufwand. Wer glaubt das Entsaften erspare Zeit, weil man ja nicht kochen müsse, der täuscht sich – und zwar sehr. Denn jeder Saft bedeutet auch immer wieder den Aufwand hinterher den Entsafter zu reinigen, da man vielleicht nicht unbedingt den Sellerie-Geschmack des Saftes zuvor im neuen Getränk haben möchte. Bei meinem Entsafter von GastroBack geht das zum Glück relativ schnell, aber natürlich frisst das ebensoviel Zeit, als würde ich am Herd stehen und was bruzzeln.

Außerdem ergibt sich doch ein Problem bei dem Plan viel Saft im Vorfeld zuzubereiten. Denn worin lagern? Insbesondere wenn man den Saft mitnehmen möchte macht es Sinn sich in der Vorbereitung genügend 0,5-1,0Liter-Flaschen zur Seite zu legen. Die typischen Thermo-Flasche aus Aluminium eignet sich nicht, da das Aliminium den Geschmack des Saftes verändern.

Also bleiben nur PET oder Glas. Ich habe mich für Glas entschieden, da ich davon immerhin 2 im Schrank hatte (Glaskaraffen vom Soda-Stream, jeweils 0,7 Liter). Dennoch hätte ich lieber ein bisschen mehr Saft mit einem Mal abgefüllt, denn wenn man eh schon den Entsafter sauber machen muss, dann kann sich das wenigstens lohnen. Als ich bei dm das Kokoswasser kaufte, habe ich dort tatsächlich auch 0,5-Liter-Bügelflaschen aus Glas gefunden. Diese sollten allerdings 2,95 Euro kosten. Doch Füchsin die ich bin hatte ich einen Einfall: ich habe mir 2 Flaschen 0,5-Liter Hövels gekauft. Da kostet die Flasche 1,44 inklusive Pfand und sapperlot, Bier war auch noch drin! Sorry, dm – da zieht ihr den Kürzeren.

Kommen wor nun zum Tag 6.

Da ich wie gesagt nach dem gestrigen Abend Gliederschmerzen und Kopfweh hatte, ging es mir dementsprechend. Da ich bis 12 Ihr schlief konnte ich den Fruchtsaft, den ich am Vortag vorbereitet hatte, direkt als Mittagessen eintragen.

Danach musste neuer Saft geschreddert werden. Und obwohl ich eigentlich keinen Gemüsesaft mehr machen wollte, musste ich es doch noch mal tun. Wieso? Weil ich noch so viele Gemüse-Sachen hatte, die verarbeitet werden mussten. Also ein letzes Mal Gemüsesaft und zwar aus diesen Zutaten:  

  
Er ist durch die Tomaten-Note echt gut geworden.

  
Danach habe ich noch einen neuen Fruchtmix gebastelt aus 

  
Morgen ist Tag 7 und morgen Abend somit das Fastenbrechen.

Ich freue mich tatsächlich sehr, weiß aber dass ich es ruhig angehen muss, damit Magen/Darm das auch wieder gut vertragen. Safety first, quasi 😉

6 down, 1 to go!

 

7 Tage Reboot – Tag 5

Tag 5. Freitag. Da ich freitags meistens früher anfange als sonst, saß ich um kurz vor 7 bereits im Büro. Ich hatte mir zum Frühstück den Citrus-Mix des Vortages eingepackt, der gut durchgekühlt noch besser schmeckte.

Tatsächlich bemerkenswert fand ich meine gute Laune gestern. Auch wenn ich ein früher Vogel bin, fällt mir das Aufstehen nie leicht. Erst recht nicht wenn es so usselig ist draußen. Gestern machte mir das aber so gar nichts aus.

Da ich schon mittags zu Hause war, konnte ich den nicht abgefüllten Rest des Citrus-Mix als Mittags-Mahlzeit trinken. Was über den Morgen und Mittag etwas verpasst hatte, war genügend Wasser zu trinken. Zu Hause angekommen wollte ich ein bisschen Schlaf nachholen und legte mich auf die Couch. Leider kam ich aus diversen Gründen nicht in den Schlaf (Danke nochmal an die Baustelle, die seit 3 Jahren gegenüber ist – eure Kreissäge ist anscheinend echt euer Lieblings-Werkzeug, oder?). Ich fühlte mich aber einseits müde, war aber so wach dass ich nicht eine Minute in den Schlaf kam.

Da ich am Abend eingeladen war, und es dort mit großer Wahrscheinlich allerlei Knabberkram im Angebot sein würde, habe ich mir im Vorfeld noch einen Apfel-Birne-Ingwer-Orange Mix gezaubert. Während sich die anderen dann also Doritos (!!!!!) und Studentenfutter (!!) einverleiben konnten, nuckelte ich an meinem Saft. Ich ließ mich aber dazu hinreißen tatsächlich eine Weinschorle zu trinken, obwohl natürlich auch Alkohol tabu sein sollte. Da ich aber zuletzt im Januar überhaupt was alkoholisches trank, dachte ich so ein schöner Abend bei Freunden – da darf ich mir das trotz Saft gönnen. Leider war die Stimmung an dem Abend aber so ausgelassen und lustig, dass ich mich auch zu den angebotenen Zigaretten hinreißen ließ. Zuletzte rauchte ich August letzten Jahres im Urlaub – nun, den Counter muss ich wieder auf Null setzen.

Insbesondere der Genuss von Nikotin rächte sich heute morgen (Tag 6). Mir tat nicht nur der Kopf weh, sondern der ganze Körper fand, dass so ein paar Gliederschmerzen ruhig mal wieder angebracht wären. Örgz, aber selbst schuld.

Werde heute Abend dann vom heutigen Tag 6 berichten und kann es kaum fassen, dass morgen Abend schon Fasten-Brechen ist. Ich werde natürlich ganz vorsichtig mit dem Essen wieder einsteigen. Nach Empfehlung erstmal Suppe und leicht verdauliche Kost und dann nach und nach wieder normal.

Ich freu mich auch schon wieder drauf, denn

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Nachtrag:

Ich wollte doch noch was zum Zeitaufwand und der App berichten.

Das mit dem Zeitaufwand werde ich ganz zum Schluss nochmal genau auseinanderfummeln aber jetzt schonmal zu der App.

Es gibt eine begleitende kostenlose App „Reboot with Joe“. Darin kann man seine Gründe für das Reboot-Programm angeben, mit welchen Parametrn man anfängt und für welchen Zeitraum man rebooten möchte. Täglich kann man seine verbrauchten Säfte (Absolutes Minus der App: man kann die Portionsgröße nicht individuell einstellen, das nervt extrem, weil man eben nicht immer genau 500 ml Saft trinkt) aber auch andere Verbräuche einstellen. Wasserrationen am Tag, dann ob man doch andere Dinge gegessen hat, oder ob man einen Smoothie getrunken oder fertig verarbeitete Produkte konsumiert hat.

Besonders gut finde ich, dass man zusätzlich noch seine Stimmung nachverfolgen kann, da man die auch von Tag zu Tag eintragen kann. Man kann aus positiven und negativen Items sowohl für das körperliche und seelische Befinden auswählen. Das find ich besonders gut, da man so nachverfolgen kann, ob man sich verändert.Zudem gibt es zu jedem „negativ“-Item einen Tipp, was man dagegen tun kann. Auch Aktivitäten kann man eintragen (Treppenlaufen, Schwimmen, Gehen, etc.) Als Ansporn bekommt man bei Erreichen bestimmter Ziele kleine Plaketten. Zum beispiel, wenn man die Hälfte des Reboots geschafft hat etc, das ist wirklich sehr putzig gemacht. Außerdem könnte man sich mit Freunden verknüpfen wenn man mit mehreren Leuten den Reboot macht.

In der kostenpflichtigen Version kann man dann noch Rezepte nachlesen, Einkaufslisten erstellen und sich detailliert geführte Reboot-Pläne für bestimmte Zeiträume (15 Tage, 30 Tage etc.) anfertigen lassen. Brauchte ich für meinen 7-Tage-Plan jetzt nicht und fands auch überflüssig dafür nochmal Geld auszugeben.

Trotzdem finde ich es eine super Sache, da man so gut im Blick hat wo man gerade steht. Die kostenlose Version ist also eine absolute Empfehlung, wenn man sich für einen Reboot entscheidet.

7 Tage Reboot – Tag 4

Dann versuchen wir das hier nochmal.. der Eintrag war schon fertig, aber da beschloss WordPress die Hufe hochzureißen und zack, alles weg.

Tag 4 – mehr als die Hälfte ist rum.

Nach dem ich mich also von dem Kokosnuss-Wasser-Drama erholt hatte, konnte ich morgens meinen Citrus-Karotten-Mix genießen. Ich fühlte mich etwas schwindlig, aber zum Glück waren die Kopfschmerzen weg, juchu!

Mittags trank ich dann den Paprika-Blutorangen-Birne-Apfel-Mix, mit erstaunliche starker Paprika-Note. Aber durchaus lecker.

Am Nachmittag hatte ich Büro immer wieder ein bisschen Pfefferminz-Tee und Mineralwasser mit Zitrone.

Da ich nach Feierabend noch einen Termin hatte, konnte ich zwischendurch nur ganz schnell einen Erdbeer-Äpfel-Blutorange-Birne-Zitrone-Mix in den Entsafter hauen und für den nächsten Tag vorbereiten.

Bei dem Termin am Abend hatte ich es nicht leicht. Jeder von uns bringt immer was zu Essen mit. Ich hatte für die Kolleginnen ein bisschen was zu naschen besorgt. Ich durfte ja nicht. Leider durfte ich auch nix von den gebackenen Cake-Pops oder den Datteln im Speckmantel. (FOLTER! ICH SAG EUCH, FOLTER!)

Eine der Kolleginnen hatte aber zufällig eine Suppe vorbereitet aus Brokkoli, Karotte und Kartoffeln. Sonst nix. Schön durchpüriert, keine Stücke, nix zum Kauen, keine Sahne, kein Schnickschnack. Ich hatte zu Abend nur eine halbe Portion Saft, deswegen gönnte ich mir zwei Portionen Suppe. Und bei diesem nasskalten Wetter, tat das richtig gut, mal was Warmes zu essen.

Abends zu Hause angekommen bin ich umgehend totmüde ins Bett gefallen. Ich schlafe wirklich gut, das muss ich zugeben.

Langsam geht es also in den Endspurt… morgen berichte ich Euch noch zu dem Zeitaufwand und darüber hinaus etwas zur Reboot-App.

4 down, 3 to go!

 

7 Tage Reboot -Tag 3

Tag 3 begann mit mehr Energie als ich gedacht hatte. Morgens trank ich den roten Citrus-Mix mit Erdbeeren vom Vortag und startete erstaunlich normal in den Tag. 

Im Büro hatte ich ebensfalls ein bisschen von dem Mix dabei (0,5 Liter) den ich zwischendurch am Morgen immer wieder trank. Das war deutlich besser als Tag 2. zudem trank ich allein im Büro noch 1,5 Liter Wasser mit Zitrone und 2 Tassen Tee.

Zu Mittag trank ich dann meine abgeschwächte Version vom „Fennel in the sun“. Etwas mehr als 0,5 Liter.

Ich entschloss mich nochmal Obst&Gemüse nachzukaufen, denn man schreddert für eine Mahlzeit allein schon eine Menge durch um auf die Portionen zu kommen, außerdem wollte ich mich ja schlau machen wo ich Kokoswasser herbekomme. Bei Rewe gab es zwar einen Kokosdrink, der aber auf Kokosmilch und nicht Wasser basiert.

Ich hatte via Twitter einige Tipps erhalten und wurde tatsächlich bei dm fündig! Dort schnappte ich mir dann sowohl die neutrale Version als auch die mit Mango angereicherte Version, da ich im Vorfeld gelesen hatte, dass das vielleicht nicht jedermanns Sache sei. Diese 0,33 Liter Tetra-Packs schlagen mit 1,75 aber leider ziemlich ins Budget.  


Der neutrale Drink riecht gut nach Kokosnuss, der Geschmack ist allerdings ähnlich abgelatscher Ledersohle mit Käse. Aber was tut man nicht alles für die Elektrolyte! Ich denke ich werde den Tipp befolgen und das einfach mit in einen Saft mischen (Meine Herren schmeckt das bescheiden, ey!)

Nun, die Mango-Variante ist deutlich erträglicher. Kein Knüller, aber besser. Etwas störend ist der Nachgeschmack von Knoblauchbrot oder Ajoli. Weiß der Teufel wie das zustande kommt, ist aber tatsächlich so. Ich hab seit letzter Woche nix dergleichen verzehrt. Nunja, öfter mal was neues, ne?

Wenn ich nochmal auf die Idee komme mich eine Woche nur von Saft zu ernähren, dann haut mir doch einfach mal kurz mit der Handkante in den Nacken, ja?

Es ist ja nicht so als würde ich mich quälen oder so, ich finde es geht, ABER gestern Abend hatte ich schon keine Lust mehr auf meine Abend-Portion. Vielleicht liegt es einfach an den grünen Säften, die ich nach dem dritten Tag nicht mehr sehen kann. Ich steh auf Sellerie, Gurke, Zucchini und Kohl jeder Art – ales Essen, in Gerichten, so mit Kauen und alles. Als kalten Saft allerdings muss ich sagen, kann ich das nur begrenzt in mich schütten. Ab und an: ja. Mehrmals die Woche: nein.

Nun sind es aber die grünen Säfte die aufgrund der hohen Feuchtigkeitsgehalte der Inhaltsstoffe (Salat und Gurke ist ganz vorne mit dabei) die Entgiftung bei gleichzeitiger Zufuhr von allerlei Inhaltsstoffen (Eisen, Phosphate etc.) vorantreiben.

Ich für meinen Teil werde den Rest der Woche wahrscheinlich nur noch Citrus-Säfte machen und wenn ich ganz keck drauf bin, vielleicht ein bisschen Fenchel oder eine Gurke mit reinschreddern.

Da ich vorgestern schon merkte wie müßig es ist viel Saft im Voraus herzustellen (schreddern, abfüllen, Auffangbehälter spülen, schreddern, abfüllen, Auffangbehälter spülen, repeat at the beginning) kam ich auf die Idee einfach in einer Fuhre so viel Saft wie möglich zu machen und schon im Voraus abzufüllen. Das Problem: ich hatte garnicht so viele verschließbare und handliche 0,5 bis 1,0-Liter-Flaschen. Also schaute ich im dm und tatsächlich hatten sie Glasflaschen mit Bügelverschluss in 0,5 Liter. Da sollte eine Flasche dann 2,95 kosten. Ehm, gehts noch? Füchsin die ich bin, habe ich mir dann einfach 2 Flaschen Hövels gekauft. Die kosteten mit Pfand 1,34 das Stück (0,5 Liter) und sapperlot, Bier war auch noch drin! Auch wenn ich das derzeit nicht trinken darf, füll ich mir das irgendwie um und leg das kalt. Im Gegensatz zu den Säften muss ich das ja nicht transportieren.

Dann habe ich dann noch aus diesen Zutaten einen Saft gemacht

  
Und im Anschluss aus diesen Zutaten.

  

Die Hälfte wäre also geschafft. Leider friere ich besonders Abends immernoch. Dafür sind die Kopfschmerzen weg. Immerhin etwas. Mal schauen wie es weiter geht.

7 Tage Reboot – Tag 2

So, da haben wir also Tag 2.

Als ich mich dazu entschloss diese Saft-Sache zu machen, dachte ich, dass Hunger mein größtes Problem sein würde, aber das ist es nicht.

Es sind eher die „Entzugs-Symptome“ die ich seit gestern Abend erlebe. Kopfschmerzen, Kopfschmerzen und nochmal Kopfschmerzen. Außerdem ist mir kalt. Ich hab mir gestern Abend nochmal einen Pulli zum schlafen übergezogen weil mir einfach so kalt war. Das zog sich durch den ganzen Tag. Ich hatte ständig das Gefühl wie man es kennt, wenn man krank wird.

Zudem war ich heute morgen neben der Spur. Ich fühlte mich irgendwie benebelt, aber im negativen Sinn. Ich hatte Probleme mich auf irgendetwas zu konzentrieren, meine Sicht war irgendwie flatterig, was war so als würden meine Augen ständig versuchen sich neu scharf zu stellen. Darüber hinaus fühl ich mich bis jetzt sehr müde. So als hätte ich einfach 2-3 Stunden zu wenig Schlaf.

Zum Frühstück hatte ich den leckeren Blutorangen/Karotten-Saft, den ich gestern mixte. 2 1/2 Gläser, circa 500 ml.

Zu Mittag hatte ich dann 700 ml von dem Fennel in the sun von gestern und konnte sogar eine Kollegin davon überzeugen es zu probieren und sie fand es ebenfalls lecker.

Zwischendurch trank ich immer wieder Wasser und Tee weil ich das Gefühl hatte, dass die Kopfschmerzen durch  Dehydration kamen. Die Empfehlung ist neben den Säften von circa 500 ml (Minimum pro Mahlzeit) mindesten noch 1,5 Liter Wasser zusätzlich zu trinken. Als weitere Empfehlung für den Elektrolyte-Haushalt wird noch circa 1 Liter Kokoswasser als Tagesdosis nahegelegt. Das habe ich bisher nicht, weil ich nicht weiss wo ich das mal ebenso herkriege. Morgen versuchs ich es mal im Reformhaus.

Als ich nach Hause kam, fühlte ich mich müde und schlapp. Trotzdem habe ich mich sofort an den Entsafter gestellt und neue Säfte für morgen gemacht.

Einer enthält Sellerie, Zitrone, Birne, Wurzelpetersilie, Radieschen, Gurke und Apfel – sehr sehr lecker. Farbe: grün.

Ein weiter ist eine etwas abgeschwächtere Verison, dafür mit Fenchel und Eisbergsalat. Farbe: gelb-grün

Der dritte ist mein Favorit, denn er enthält, Blutorangen, Erdbeeren, Birnen, Äpfel, Karotte und Ingwer – eine echte Vitaminbombe und sehr fruchtig. Farbe: knallrot.

Den Rest des Abends werde ich mich nun auf der Couch einmummeln und mal sehen wie ich mich dann morgen fühle.

 

7 Tage Reboot – Tag 1

Heute war der erste Tag. Leider war es etwas günstig am Oscar-Montag zu starten, denn so musste ich um 2.30 und den Rest des sehr müden Morgens auf Kaffee verzichten. 

Um 7 gabs also den ersten Saft. Alles easy. Ich habe mich dann doch von der Rote Beete-Brühe getrennt und wie ihr wisst eine weitaus leckere Variante gemacht.

Ich war den Morgen über unterwegs und um 10 trank ich einen Pfefferminztee beim Bäcker. Ja, klingt lame, war auch so.

Zu Hause angekommen so gehen 12 gabs den nächsten Saft, eine etwas größere Portion.

Zwischendurch habe ich immer wieder Mineralwasser getrunken. 

Ich hab sogar etwas Sport am Nachmittag geschafft ohne das Gefühl zu haben irgendwie schlapp zu sein. Also, nicht schlapper als sonst auch, wenn man als Wombat versucht zu hüpfen.

Danach durfte ich mich erneut an den Entsafter machen. Und nachdem ich gestern das geschmackliche Massaker mit der Beete hatte habe ich es heute ganz artig nach Rezept gemacht. 

Und hier ist eine ganze Flasche echt schmackofatzig schmeckendes

Fennel in the sun
  
Danach hat es mich erneut überkommen und ich habe verschiedenes ohne Rezept gemixt, aber alles sehr lecker

  

Insbesondere der Ingwer und die Blutorangen bringen guten Geschmack rein, sodass in meinem Kühlschrank ein Liter orangener Saft für morgen wartet.

Nun sitze ich vorm TV und hab das erste mal sowas wie Hunger. 

Aber wie gesagt, sollte es zu schlimm werden kann ich ja jederzeit auch nen Apfel futtern.

1 down, 6 to go!

Reboot with Mutti – 7 Tage Saftfasten

Reboot mit Mutti, also mir. 7 Tage „Detox“.

Was? Wer? Detox? Wieso?

Ich habe mich entschlossen das selber mal auszuprobieren. Ich werde von nun an 7 Tage Detox machen, also entgiften. Dazu werde ich versuchen eine Woche lang meine Ernährung durch Gemüse- und Obstsäfte zu ersetzen. Der Begriff „detox“ taucht derzeit überall auf und klingt zudem ziemlich fancyschwancy. Auf deutsch nennt man es auch einfach Saftfasten. Da es aber zu Beginn tatsächlich um ein Aufräumen, ein Säubern und Entgiften des eigenes Körpers geht werde ich den Begriff bestimmt trotzdem ab und an verwenden.

Ich bin auf diese Methode gestoßen, da ich die Netflix-Dokumentation „Fat, Sick & Nearly Dead“ und deren Nachfolger „Fat, Sick & Nearly Dead 2“ gesehen habe. (Ich empfehle wirklich jedem sich die beiden Dokus anzusehen. Selbst wenn es mitunter sehr glorifizierend zugeht, ist es aber doch erstaunlich was dort mit den Menschen passiert)

Beim Saftfasten geht es um die Ernährung mit sogenannten „Mikro-Nährstoffen“. Sie sind in allen Gemüse- und Obstsorten sowie in Nüssen, Bohnen und einigen Samen enthalten. Alles andere fällt unter Makro-Nährstoffe.

In der Doku schafft es der Protagonist tatsächlich sich 60 Tage ausschließlich von diesen Mikro-Nährstoffen in Saftform zu ernähren. Als ich das zum ersten Mal hörte, schellten in meinem Kopf alle Alarmglocken. Das fand ich zumindest zu Beginn doch sehr drastisch. Wie wirkt sich das auf die Bauchspeicheldrüse aus, den Magen, den Darm etc? Glücklicherweise verpflichtete sich der Teilnehmer der Doku regelmäßige Bluttests bei seinem Arzt zu machen und sich auch sonst regelmäßig durchchecken zu lassen.

Wie es der Zufall so will habe ich morgen früh auch einen Arzttermin und werde mir hoffentlich dann das Okay von meinem Hausarzt einholen können.

7 Tage nur flüssig?

Werde ich das schaffen? Ich bin ehrlich: Ich habe das Gefühl, dass ich mit Sicherheit schon das Bedürfnis haben werde zumindest ein paar der Einheiten an Obst oder Gemüse als feste Nahrung zu mir zu nehmen – und ich werde mir von vorne herein nicht verbieten auch Obst und Gemüse zu essen. Es handelt sich somit um eine Light-Version des Saft-Fastens. Wenn ich es ohne feste Nahrung schaffe: super! Wenn ich ab und an doch einen Apfel oder eine Tomate esse: auch super!

Ich habe mich dazu entschlossen mir das zu „erlauben“, da ich im Gegensatz zu den in den Dokus gezeigten Personen, bereits auf meine Ernährung achte. Ich versuche schon länger keine Fertig-Produkte mehr zu essen, bei mir zu Hause gibt es keine Schokolade oder anderes Süß-Zeug, was man einfach aufreißen und in sich hineinstopfen kann. Für mich selbst kaufe ich seit einem knappen Jahr kein Fleisch mehr. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich in einem Menü für die vegetarische Variante. Trotzdem geißele ich mich nicht, wenn ich bei meinen Eltern esse und es dort mal ein Gulasch gibt. Das mag nicht jedem Tierfreund gefallen, aber darum soll es in diesem Post auch gar nicht gehen.

Wie geht es nun los?

Schritt 1: Zutaten

Zunächst bin ich gestern voller Ehrgeiz losgezogen und habe allerlei Grünzeug und ein bisschen Obst eingekauft. detox1

 

In der Doku werden viele der Säfte aus grünem Obst- und Gemüse hergestellt. Ich werde die Säfte so mischen, dass sie mir schmecken. Denn bei einem Saft nur aus Spinat, Leute – da kotz ich euch gleich daneben, da bin ich sicher.

Vielleicht komme ich irgendwann auf meine Liebslingsmischung, aber vielleicht würge ich auch einfach den Saft runter, weil ich es durchziehen will.

Schritt 2:  Entsafter

So. Daran scheiterte es bereits. Ich besitze keinen Entsafter, wer hat sowas überhaupt zu Hause, ich meine ernsthaft? Egal. Ich wühlte mich durch Testberichte und Preisvergleiche und hätte niemals gedacht, dass so ein Gerät tatsächlich so teuer sein kann. Dank des Internets und Ebay-Kleinanzeigen konnte ich mir aber einen gebrauchten Entsafter von Gastroback (Modell 40126) leisten. 950 Watt, 2 Stufen, 1,5 Liter Fassungsvermögen, große Öffnung, schreddert selbst die Schwiegermutter das Teil.

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Schritt 3: Zubehör

Wenn ich wirklich versuche bereits mein Frühstück als Saft zu mir zu nehmen, müssen Vorbereitungen getroffen werden. Da ich bereits sehr früh zu arbeiten beginne und in der Regel im Büro mein Obst-Müsli in mich reinschaufele, muss ich bereits am Vorabend den Saft für den nächsten Morgen zubereiten und irgendwie so abfüllen, dass ich ihn mit ins Büro nehmen kann. Glücklicherweise habe ich einige Glasflaschen des Soda-Streams übrig und kann so bereits fertige Säfte abfüllen. Wie lange die sich so halten, werde ich dann wahrscheinlich im Selbstversuch erfahren (müssen). In der Doku habe ich leider nicht erkennen können wieviel der Säfte die Personen über den Tag verteilt trinken. Ob sie quasi immer ein bisschen Saft dabei haben, wenn sie Lust haben was zu essen oder zu trinken oder ob sie es nur zu den Mahlzeiten trinken. Ich werde es so machen, dass ich immer genug Saft dabei habe, um ihn quasi jederzeit trinken zu können. Zur Not strecke ich ihn im Büro nochmal mit Wasser. Denn: ich bin ein sehr sehr sehr hungriger Mensch. Essen was my first love and it will be my last. Wenn ich nicht gerade esse bin ich krank oder tot. Deswegen wird das für mich ein sehr steiniger Weg.

Schritt 4: Vorwarnen

Was ich in der Dokumentation besonders interessant fand war die psychische Veränderung der Menschen während des Detox-Programmes. Die ersten 4 Tage scheinen die härtesten zu sein. Insbesondere zwischen Tag 3 und 4 scheint bei den meisten der erste Tiefpunkt erreicht zu sein. Sie waren müde, mürrisch, alles tat weh, sie waren mitunter depressiv, wollten abbrechen, waren launisch, bis hin zu aggresivem Verhalten. Deswegen macht es Sinn die Menschen in der nahen Umgebung vorzuwarnen, dass man vielleicht ein paar Tage nicht zu ertragen ist.

Das gute ist: für mich ändert sich nix, denn ich bin immer so scheiße gelaunt 🙂

Kritisch wird es allerdings werden, dass ich auch keinen Kaffee oder Tee in dieser Zeit zu mir nehmen darf. Ich muss also in Allerhergottsfrühe irgendein Gebräu aus Gemüse in mich schütten anstatt meines heißgeliebten Koffeins. Okay, ich gebe zu, das könnte tatsächlich zu der ein oder anderen niedergebrannten Kleinstadt führen. Aber wenn ich es versuche, dann will ich auch wissen ob ich es kann und werde es so lange aushalten wie es nur geht. Wenn ich es nicht schaffe, dann habe ich es zumindest versucht.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten ob ich es tatsächlich schaffe, 7 Tage nur Flüssiges zu mir zu nehmen oder ob ich vielleicht eine andere Variante aus kleinen Mahlzeiten und Saft ausprobiere – wir werden es sehen. Jetzt werd gleich damit beginnen meinen aller ersten Saft zu mixen und empfinde tatsächlich soetwas wie freudige Erwartung.

Habt ihr ebenfalls  Erfahrungen damit gemacht und könnt mir vielleicht einige Tipps zu Zusammenstellungen oder euren Lieblings-Säften geben?

 

-Update: Habe gerade meinen ersten Saft gemischt aus einer Hand voll Spinat, einer kleinen rote Beete, 2 Karotten, 2 Äpfeln, einer Birne, 2 Radieschen, einer Zuchhini, 1 Tomate. Und was soll ich sagen? Er schmeckt ganz scheußlich, zumindes hat es einen erdigen Nachgeschmack. Ich hab noch einen Schuß Zitrone dazu gegeben und es mit Wasser verdünnt. So gehts. Oh Gott. Ich muss dringend weniger von dem ganzen Spinat und Beete gedöns nehmen. Aber da muss ich nun durch. Für morgen zumindest hab ich schon eine gute Karaffe abgefüllt. Oder vielleicht trinke ich das heute alles aus und mache für morgen nochmal was anderes.

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Ich habe gerade auf Reboot With Joe – Juices einige Rezepte gefunden, nach Farbe sortiert und mit leckeren Empfehlungen (hätte ich vorher drauf kommen können, ich Napf.)

Heute darf ich ja noch Kaffee und alles und werde auch noch ganz normal essen. Ab morgen laufen dann die 7 Tage.

Ich werde hier laufend berichten, wenn ihr wollt, verfolgt einfach meine nächsten 7 Tage Reboot.

 -Update 2

Ich habe nun eine Mischung aus Äpfeln, Karotten, Erdbeeren und Blaubeeren gemacht und es schmeckt super lecker! Man könnte es auch noch mit etwas Wasser strecken, je nach dem wie intensiv man ds mag.

Voila 🙂 

  
 

Mutti’s finest Tweetselection – 01/2016

Hallo 2016. Hallo Januar. Hallo Ende Januar. Hallo Tweetselection.

 

Aus der Kategorie: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ die beiden folgenden.

 

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