7 Tage Reboot – Tag 7 und Fazit

7 Tage Reboot – Tag 7 und FazitIch habs geschafft! 7 Tage nur Saft. Okay okay, 1 Mal Suppe und eine Weinschorle – aber keine feste Nahrung. Mein lieber Schwan, ich hätte es in den ersten 2-3 Tagen nicht gedacht dass ich das durchhalte und auf einmal waren doch 7 Tage rum.

Zunächst noch ein Rückblick auf Tag 7.

Morgens startete ich mit einer halben Portion Saft, weil „jemand“ den Saft auch so lecker fand und mein letztes Glas allein ausschlürfte. Der zuvor frisch geschredderte Saft war noch nicht gekühlt und zudem meine Mittagsportion. So besorgte ich mir dann doch noch 2 Smoothies und dann gings ab in den Zoo. (Ich liebe den Zoo. Ich liebe Tiere. = bester Start in den Tag) Dort hatte ich ausschließlich mein Mineralwasser zu Verfügung, dafür aber viel Bewegung. Wieder zu Hause angekommen trank ich dann meine Mittags-Portion gegen Nachmittag. Um 17:30 war ich zum Essen und danach zu einem kleinen Konzert verabredet.

Meine erste feste Nahrung nach 7 Tagen Saft-Reboot war ein halber hauchdünner Flammkuchen mit Camembert, Wildpreisselbeeren und Walnüssen. MEIN LIEBER SCHWAN, WAR DAS LECKER! Flammkuchenist natürlich immer gut, aber gerade gestern Abend schmeckte es mir doppelt so gut, nach dem vorangegangenen Verzicht.

Interessanterweise hatte ich in den letzten zwei Tagen enorme Lust Fleisch zu essen. Das mache ich sonst recht selten mittlerweile, da ich für mich ja wie gesagt kein Fleisch mehr kaufe, sondern auf Soja-Produkte umgestiegen bin. Aber seit Donnerstag war es wirklich seltsam zu beobachten wie viel Lust ich auf eine Bratwurst oder eine Frikadelle hatte. Für eine frische Bratwurst vom Grill im Brötchen mit Senf hätte ich glaube ich ein Organ eingetauscht. Zudem hatte ich mich in den Tagen meiner Saft-Kur in eine Art Spür-Hund für Essen verwandelt. Kennt noch jemanden die Serie aus den 00er Jahre „Sentinel“? Da ging es um einen Mann der übermäßige Sinneswahrnehmung hatte und die bewusst einsetzen konnte. Kinners, ich war der Sentinel für Schmörfras! Ich konnte im Hausflur riechen wer was in welcher Etage kochte oder anbriet. Quasi vom dem in der Tapete haftende Geruch der letzten Mahlzeit hätte ich sagen können welche Gewürze verwendet wurden. Es war der Hammer. Leider kann ich das im Lebenslauf nirgends als Superkraft angeben. Verdammte Axt!

Jetzt heißt es: vorsichtig wieder einsteigen. Denn man darf nicht vergessen, dass mein Magen und mein Darm seit einer Woche nur mit Saft umgehen mussten. Deswegen wäre es jetzt eher kontraproduktiv sofort wieder „normal“ zu essen. Insbesondere besonders fetthaltige oder scharfe Speisen sind nun für die erste Zeit nicht auf dem Speiseplan. Auch schwer Verdauliches oder zu große Portionen sollte man meiden. Heute Morgen bin ich mit einem kleinen Müsli aus Haferflocken, Bananen, Blaubeeren, Walnüssen und Milch gestartet. Zum Mittag werde ich eine leichte Suppe und dazu ein kleines Brötchen essen.

Fazit:

Hat es sich gelohnt?

Definitiv: ja. Ich fand allein die Erfahrung gut, wie mein Körper auf den Verzicht von Kaffee und Kohlehydraten etc. reagiert hat. Sicherlich sind Kopfschmerzen und Dauerfrieren mit Müdigkeit nicht schön, aber es war doch interessant zu erleben, dass man davon sehr wohl auf echtem Entzug sein kann. Ich habe mit vorgenommen etwas weniger Kaffee in mich zu schütten und bin heute Morgen mit einem Kräutertee im Büro gestartet.

Würdest Du es nochmal machen?

Absolut. Auch wenn ich nun nicht so angefixt bin, wie der Joe aus der Doku (der es ja immerhin 60 Tage durchgehalten hat – Respekt, Bro‘!) habe ich vor es zu wiederholen. Ob nun regelmäßig oder einfach nach Gefühl, das lasse ich offen.

Würdest Du etwas anders machen?

Ich glaube beim nächsten Reboot würde ich gerne frei haben. Das dauernde müde sein schlaucht doch extrem und auch die Konzentrationsschwierigkeiten haben meine Arbeit natürlich etwas beeinflusst. Andererseits hat mich die Arbeit auch etwas abgelenkt. Trotzdem empfehle ich jedem, der es Ausprobieren möchte, in einer arbeitsfreien Zeit zu starten.

Weitere Tipps?

Meine Empfehlung zur Vorbereitung ist in jedem Fall sich die beiden Dokumentationen „Fat, Sick & Nearly Dead“ und dessen zweiten Teil anzuschauen. Den ersten Teil gibt es meines Wissens sogar kostenlos aus Youtube. Außerdem sollte man sich vorher ein bisschen schlau machen, welche Rezepte einem vielleicht am ehesten entgegen kommen und welche man meiden sollte. Hätte ich mich im Vorfeld damit besser beschäftigt, wäre mir das Rote-Beete-Gesöff am ersten Tag vielleicht erspart geblieben. Darüber hinaus kann man natürlich auch mehr Saft im Vorfeld zubereiten als ich das gemacht habe, sofern man genug verschließbare Flaschen zum Abfüllen und einlagern hat. Man kann Saft auch einfrieren, allerdings nur direkt nach dem Abfüllen und dann auch nur für maximal 7 Tage. Wenn man sich einen Vorrat anlegt hat man vielleicht nur ein bis zwei Mal den Aufwand das Obst und Gemüse zu kaufen und kann es dann direkt verwerten. Zudem macht man dann weniger oft den Entsafter dreckig. Leckere Rezepte gibt es kostenlos auf Reboot with Joe Dort kann man sie sogar nach Farben des Saftes sortieren, was super ist. Allerdings sollte man beachten, dass die Angaben immer nur für eine Portion/ ein Glas gerechnet sind. Wer mehr will muss hochrechnen.

Welchen Entsafter hast Du nochmal genommen?

Ich hatte mir über Ebay-Kleinanzeigen den Gastroback 40126 zugelegt. Ich bin nach wie vor begeistert von dem Gerät, weil es mit seinen beiden Stufen wirklich leistungsstark ist und man ihn zusätzlich sehr leicht reinigen kann. Ein Minuspunkt ist leider der etwas niedrig gelegene Abfüllstutzen, der dafür sorgt, dass anfallender Schaum im Saftbehälter rauslaufen kann. Ich habe übrigens den Schaum immer mit einem Löffel weggenommen, weil diese sich sehr unschön an den Rändern und Deckeln der Gefäße abgesetzt hat und zudem einfach eine zu dicke Konsistenz hatte.

Und was sagt die Waage?

Nach 7 Tagen Saft und einer in etwa gleichen Wiegezeit habe ich an Tag 0 noch 81 kg gewogen und an Tag 7 waren es 77,6. Tatsächlich gemerkt habe ich es, dass ich den Gürtel um ein Loch enger ziehen konnte. Aber natürlich weiß ich auch, dass das in der Summe mehr Wasser ist als alles andere. Trotzdem ist es eine gute Ausgangsposition um meine Ernährung nun weiter in einem normalen Maß weiter zuführen und mir eben nicht ein Döner und noch ein Lahmacun reinfahre, nur weil ich Bock drauf habe und es so gut schmeckt.

Fragen?

Klar, wenn ihr noch was wissen wollt, schreibt mir einfach auf Twitter oder hier im Kommentarfeld. Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass selbst ein Schmörfras-Lover wie ich es einer bin, durchaus sowas durchstehen kann.

Danke für Euer Interesse an meinem Leiden 😀 

7 Tage Reboot – Tag 6

Ich beginne mit dem Nachtrag zum Zeitaufwand. Wer glaubt das Entsaften erspare Zeit, weil man ja nicht kochen müsse, der täuscht sich – und zwar sehr. Denn jeder Saft bedeutet auch immer wieder den Aufwand hinterher den Entsafter zu reinigen, da man vielleicht nicht unbedingt den Sellerie-Geschmack des Saftes zuvor im neuen Getränk haben möchte. Bei meinem Entsafter von GastroBack geht das zum Glück relativ schnell, aber natürlich frisst das ebensoviel Zeit, als würde ich am Herd stehen und was bruzzeln.

Außerdem ergibt sich doch ein Problem bei dem Plan viel Saft im Vorfeld zuzubereiten. Denn worin lagern? Insbesondere wenn man den Saft mitnehmen möchte macht es Sinn sich in der Vorbereitung genügend 0,5-1,0Liter-Flaschen zur Seite zu legen. Die typischen Thermo-Flasche aus Aluminium eignet sich nicht, da das Aliminium den Geschmack des Saftes verändern.

Also bleiben nur PET oder Glas. Ich habe mich für Glas entschieden, da ich davon immerhin 2 im Schrank hatte (Glaskaraffen vom Soda-Stream, jeweils 0,7 Liter). Dennoch hätte ich lieber ein bisschen mehr Saft mit einem Mal abgefüllt, denn wenn man eh schon den Entsafter sauber machen muss, dann kann sich das wenigstens lohnen. Als ich bei dm das Kokoswasser kaufte, habe ich dort tatsächlich auch 0,5-Liter-Bügelflaschen aus Glas gefunden. Diese sollten allerdings 2,95 Euro kosten. Doch Füchsin die ich bin hatte ich einen Einfall: ich habe mir 2 Flaschen 0,5-Liter Hövels gekauft. Da kostet die Flasche 1,44 inklusive Pfand und sapperlot, Bier war auch noch drin! Sorry, dm – da zieht ihr den Kürzeren.

Kommen wor nun zum Tag 6.

Da ich wie gesagt nach dem gestrigen Abend Gliederschmerzen und Kopfweh hatte, ging es mir dementsprechend. Da ich bis 12 Ihr schlief konnte ich den Fruchtsaft, den ich am Vortag vorbereitet hatte, direkt als Mittagessen eintragen.

Danach musste neuer Saft geschreddert werden. Und obwohl ich eigentlich keinen Gemüsesaft mehr machen wollte, musste ich es doch noch mal tun. Wieso? Weil ich noch so viele Gemüse-Sachen hatte, die verarbeitet werden mussten. Also ein letzes Mal Gemüsesaft und zwar aus diesen Zutaten:  

  
Er ist durch die Tomaten-Note echt gut geworden.

  
Danach habe ich noch einen neuen Fruchtmix gebastelt aus 

  
Morgen ist Tag 7 und morgen Abend somit das Fastenbrechen.

Ich freue mich tatsächlich sehr, weiß aber dass ich es ruhig angehen muss, damit Magen/Darm das auch wieder gut vertragen. Safety first, quasi 😉

6 down, 1 to go!

 

7 Tage Reboot – Tag 5

Tag 5. Freitag. Da ich freitags meistens früher anfange als sonst, saß ich um kurz vor 7 bereits im Büro. Ich hatte mir zum Frühstück den Citrus-Mix des Vortages eingepackt, der gut durchgekühlt noch besser schmeckte.

Tatsächlich bemerkenswert fand ich meine gute Laune gestern. Auch wenn ich ein früher Vogel bin, fällt mir das Aufstehen nie leicht. Erst recht nicht wenn es so usselig ist draußen. Gestern machte mir das aber so gar nichts aus.

Da ich schon mittags zu Hause war, konnte ich den nicht abgefüllten Rest des Citrus-Mix als Mittags-Mahlzeit trinken. Was über den Morgen und Mittag etwas verpasst hatte, war genügend Wasser zu trinken. Zu Hause angekommen wollte ich ein bisschen Schlaf nachholen und legte mich auf die Couch. Leider kam ich aus diversen Gründen nicht in den Schlaf (Danke nochmal an die Baustelle, die seit 3 Jahren gegenüber ist – eure Kreissäge ist anscheinend echt euer Lieblings-Werkzeug, oder?). Ich fühlte mich aber einseits müde, war aber so wach dass ich nicht eine Minute in den Schlaf kam.

Da ich am Abend eingeladen war, und es dort mit großer Wahrscheinlich allerlei Knabberkram im Angebot sein würde, habe ich mir im Vorfeld noch einen Apfel-Birne-Ingwer-Orange Mix gezaubert. Während sich die anderen dann also Doritos (!!!!!) und Studentenfutter (!!) einverleiben konnten, nuckelte ich an meinem Saft. Ich ließ mich aber dazu hinreißen tatsächlich eine Weinschorle zu trinken, obwohl natürlich auch Alkohol tabu sein sollte. Da ich aber zuletzt im Januar überhaupt was alkoholisches trank, dachte ich so ein schöner Abend bei Freunden – da darf ich mir das trotz Saft gönnen. Leider war die Stimmung an dem Abend aber so ausgelassen und lustig, dass ich mich auch zu den angebotenen Zigaretten hinreißen ließ. Zuletzte rauchte ich August letzten Jahres im Urlaub – nun, den Counter muss ich wieder auf Null setzen.

Insbesondere der Genuss von Nikotin rächte sich heute morgen (Tag 6). Mir tat nicht nur der Kopf weh, sondern der ganze Körper fand, dass so ein paar Gliederschmerzen ruhig mal wieder angebracht wären. Örgz, aber selbst schuld.

Werde heute Abend dann vom heutigen Tag 6 berichten und kann es kaum fassen, dass morgen Abend schon Fasten-Brechen ist. Ich werde natürlich ganz vorsichtig mit dem Essen wieder einsteigen. Nach Empfehlung erstmal Suppe und leicht verdauliche Kost und dann nach und nach wieder normal.

Ich freu mich auch schon wieder drauf, denn

10bkvd

 

Nachtrag:

Ich wollte doch noch was zum Zeitaufwand und der App berichten.

Das mit dem Zeitaufwand werde ich ganz zum Schluss nochmal genau auseinanderfummeln aber jetzt schonmal zu der App.

Es gibt eine begleitende kostenlose App „Reboot with Joe“. Darin kann man seine Gründe für das Reboot-Programm angeben, mit welchen Parametrn man anfängt und für welchen Zeitraum man rebooten möchte. Täglich kann man seine verbrauchten Säfte (Absolutes Minus der App: man kann die Portionsgröße nicht individuell einstellen, das nervt extrem, weil man eben nicht immer genau 500 ml Saft trinkt) aber auch andere Verbräuche einstellen. Wasserrationen am Tag, dann ob man doch andere Dinge gegessen hat, oder ob man einen Smoothie getrunken oder fertig verarbeitete Produkte konsumiert hat.

Besonders gut finde ich, dass man zusätzlich noch seine Stimmung nachverfolgen kann, da man die auch von Tag zu Tag eintragen kann. Man kann aus positiven und negativen Items sowohl für das körperliche und seelische Befinden auswählen. Das find ich besonders gut, da man so nachverfolgen kann, ob man sich verändert.Zudem gibt es zu jedem „negativ“-Item einen Tipp, was man dagegen tun kann. Auch Aktivitäten kann man eintragen (Treppenlaufen, Schwimmen, Gehen, etc.) Als Ansporn bekommt man bei Erreichen bestimmter Ziele kleine Plaketten. Zum beispiel, wenn man die Hälfte des Reboots geschafft hat etc, das ist wirklich sehr putzig gemacht. Außerdem könnte man sich mit Freunden verknüpfen wenn man mit mehreren Leuten den Reboot macht.

In der kostenpflichtigen Version kann man dann noch Rezepte nachlesen, Einkaufslisten erstellen und sich detailliert geführte Reboot-Pläne für bestimmte Zeiträume (15 Tage, 30 Tage etc.) anfertigen lassen. Brauchte ich für meinen 7-Tage-Plan jetzt nicht und fands auch überflüssig dafür nochmal Geld auszugeben.

Trotzdem finde ich es eine super Sache, da man so gut im Blick hat wo man gerade steht. Die kostenlose Version ist also eine absolute Empfehlung, wenn man sich für einen Reboot entscheidet.

7 Tage Reboot – Tag 4

Dann versuchen wir das hier nochmal.. der Eintrag war schon fertig, aber da beschloss WordPress die Hufe hochzureißen und zack, alles weg.

Tag 4 – mehr als die Hälfte ist rum.

Nach dem ich mich also von dem Kokosnuss-Wasser-Drama erholt hatte, konnte ich morgens meinen Citrus-Karotten-Mix genießen. Ich fühlte mich etwas schwindlig, aber zum Glück waren die Kopfschmerzen weg, juchu!

Mittags trank ich dann den Paprika-Blutorangen-Birne-Apfel-Mix, mit erstaunliche starker Paprika-Note. Aber durchaus lecker.

Am Nachmittag hatte ich Büro immer wieder ein bisschen Pfefferminz-Tee und Mineralwasser mit Zitrone.

Da ich nach Feierabend noch einen Termin hatte, konnte ich zwischendurch nur ganz schnell einen Erdbeer-Äpfel-Blutorange-Birne-Zitrone-Mix in den Entsafter hauen und für den nächsten Tag vorbereiten.

Bei dem Termin am Abend hatte ich es nicht leicht. Jeder von uns bringt immer was zu Essen mit. Ich hatte für die Kolleginnen ein bisschen was zu naschen besorgt. Ich durfte ja nicht. Leider durfte ich auch nix von den gebackenen Cake-Pops oder den Datteln im Speckmantel. (FOLTER! ICH SAG EUCH, FOLTER!)

Eine der Kolleginnen hatte aber zufällig eine Suppe vorbereitet aus Brokkoli, Karotte und Kartoffeln. Sonst nix. Schön durchpüriert, keine Stücke, nix zum Kauen, keine Sahne, kein Schnickschnack. Ich hatte zu Abend nur eine halbe Portion Saft, deswegen gönnte ich mir zwei Portionen Suppe. Und bei diesem nasskalten Wetter, tat das richtig gut, mal was Warmes zu essen.

Abends zu Hause angekommen bin ich umgehend totmüde ins Bett gefallen. Ich schlafe wirklich gut, das muss ich zugeben.

Langsam geht es also in den Endspurt… morgen berichte ich Euch noch zu dem Zeitaufwand und darüber hinaus etwas zur Reboot-App.

4 down, 3 to go!

 

7 Tage Reboot -Tag 3

Tag 3 begann mit mehr Energie als ich gedacht hatte. Morgens trank ich den roten Citrus-Mix mit Erdbeeren vom Vortag und startete erstaunlich normal in den Tag. 

Im Büro hatte ich ebensfalls ein bisschen von dem Mix dabei (0,5 Liter) den ich zwischendurch am Morgen immer wieder trank. Das war deutlich besser als Tag 2. zudem trank ich allein im Büro noch 1,5 Liter Wasser mit Zitrone und 2 Tassen Tee.

Zu Mittag trank ich dann meine abgeschwächte Version vom „Fennel in the sun“. Etwas mehr als 0,5 Liter.

Ich entschloss mich nochmal Obst&Gemüse nachzukaufen, denn man schreddert für eine Mahlzeit allein schon eine Menge durch um auf die Portionen zu kommen, außerdem wollte ich mich ja schlau machen wo ich Kokoswasser herbekomme. Bei Rewe gab es zwar einen Kokosdrink, der aber auf Kokosmilch und nicht Wasser basiert.

Ich hatte via Twitter einige Tipps erhalten und wurde tatsächlich bei dm fündig! Dort schnappte ich mir dann sowohl die neutrale Version als auch die mit Mango angereicherte Version, da ich im Vorfeld gelesen hatte, dass das vielleicht nicht jedermanns Sache sei. Diese 0,33 Liter Tetra-Packs schlagen mit 1,75 aber leider ziemlich ins Budget.  


Der neutrale Drink riecht gut nach Kokosnuss, der Geschmack ist allerdings ähnlich abgelatscher Ledersohle mit Käse. Aber was tut man nicht alles für die Elektrolyte! Ich denke ich werde den Tipp befolgen und das einfach mit in einen Saft mischen (Meine Herren schmeckt das bescheiden, ey!)

Nun, die Mango-Variante ist deutlich erträglicher. Kein Knüller, aber besser. Etwas störend ist der Nachgeschmack von Knoblauchbrot oder Ajoli. Weiß der Teufel wie das zustande kommt, ist aber tatsächlich so. Ich hab seit letzter Woche nix dergleichen verzehrt. Nunja, öfter mal was neues, ne?

Wenn ich nochmal auf die Idee komme mich eine Woche nur von Saft zu ernähren, dann haut mir doch einfach mal kurz mit der Handkante in den Nacken, ja?

Es ist ja nicht so als würde ich mich quälen oder so, ich finde es geht, ABER gestern Abend hatte ich schon keine Lust mehr auf meine Abend-Portion. Vielleicht liegt es einfach an den grünen Säften, die ich nach dem dritten Tag nicht mehr sehen kann. Ich steh auf Sellerie, Gurke, Zucchini und Kohl jeder Art – ales Essen, in Gerichten, so mit Kauen und alles. Als kalten Saft allerdings muss ich sagen, kann ich das nur begrenzt in mich schütten. Ab und an: ja. Mehrmals die Woche: nein.

Nun sind es aber die grünen Säfte die aufgrund der hohen Feuchtigkeitsgehalte der Inhaltsstoffe (Salat und Gurke ist ganz vorne mit dabei) die Entgiftung bei gleichzeitiger Zufuhr von allerlei Inhaltsstoffen (Eisen, Phosphate etc.) vorantreiben.

Ich für meinen Teil werde den Rest der Woche wahrscheinlich nur noch Citrus-Säfte machen und wenn ich ganz keck drauf bin, vielleicht ein bisschen Fenchel oder eine Gurke mit reinschreddern.

Da ich vorgestern schon merkte wie müßig es ist viel Saft im Voraus herzustellen (schreddern, abfüllen, Auffangbehälter spülen, schreddern, abfüllen, Auffangbehälter spülen, repeat at the beginning) kam ich auf die Idee einfach in einer Fuhre so viel Saft wie möglich zu machen und schon im Voraus abzufüllen. Das Problem: ich hatte garnicht so viele verschließbare und handliche 0,5 bis 1,0-Liter-Flaschen. Also schaute ich im dm und tatsächlich hatten sie Glasflaschen mit Bügelverschluss in 0,5 Liter. Da sollte eine Flasche dann 2,95 kosten. Ehm, gehts noch? Füchsin die ich bin, habe ich mir dann einfach 2 Flaschen Hövels gekauft. Die kosteten mit Pfand 1,34 das Stück (0,5 Liter) und sapperlot, Bier war auch noch drin! Auch wenn ich das derzeit nicht trinken darf, füll ich mir das irgendwie um und leg das kalt. Im Gegensatz zu den Säften muss ich das ja nicht transportieren.

Dann habe ich dann noch aus diesen Zutaten einen Saft gemacht

  
Und im Anschluss aus diesen Zutaten.

  

Die Hälfte wäre also geschafft. Leider friere ich besonders Abends immernoch. Dafür sind die Kopfschmerzen weg. Immerhin etwas. Mal schauen wie es weiter geht.

7 Tage Reboot – Tag 2

So, da haben wir also Tag 2.

Als ich mich dazu entschloss diese Saft-Sache zu machen, dachte ich, dass Hunger mein größtes Problem sein würde, aber das ist es nicht.

Es sind eher die „Entzugs-Symptome“ die ich seit gestern Abend erlebe. Kopfschmerzen, Kopfschmerzen und nochmal Kopfschmerzen. Außerdem ist mir kalt. Ich hab mir gestern Abend nochmal einen Pulli zum schlafen übergezogen weil mir einfach so kalt war. Das zog sich durch den ganzen Tag. Ich hatte ständig das Gefühl wie man es kennt, wenn man krank wird.

Zudem war ich heute morgen neben der Spur. Ich fühlte mich irgendwie benebelt, aber im negativen Sinn. Ich hatte Probleme mich auf irgendetwas zu konzentrieren, meine Sicht war irgendwie flatterig, was war so als würden meine Augen ständig versuchen sich neu scharf zu stellen. Darüber hinaus fühl ich mich bis jetzt sehr müde. So als hätte ich einfach 2-3 Stunden zu wenig Schlaf.

Zum Frühstück hatte ich den leckeren Blutorangen/Karotten-Saft, den ich gestern mixte. 2 1/2 Gläser, circa 500 ml.

Zu Mittag hatte ich dann 700 ml von dem Fennel in the sun von gestern und konnte sogar eine Kollegin davon überzeugen es zu probieren und sie fand es ebenfalls lecker.

Zwischendurch trank ich immer wieder Wasser und Tee weil ich das Gefühl hatte, dass die Kopfschmerzen durch  Dehydration kamen. Die Empfehlung ist neben den Säften von circa 500 ml (Minimum pro Mahlzeit) mindesten noch 1,5 Liter Wasser zusätzlich zu trinken. Als weitere Empfehlung für den Elektrolyte-Haushalt wird noch circa 1 Liter Kokoswasser als Tagesdosis nahegelegt. Das habe ich bisher nicht, weil ich nicht weiss wo ich das mal ebenso herkriege. Morgen versuchs ich es mal im Reformhaus.

Als ich nach Hause kam, fühlte ich mich müde und schlapp. Trotzdem habe ich mich sofort an den Entsafter gestellt und neue Säfte für morgen gemacht.

Einer enthält Sellerie, Zitrone, Birne, Wurzelpetersilie, Radieschen, Gurke und Apfel – sehr sehr lecker. Farbe: grün.

Ein weiter ist eine etwas abgeschwächtere Verison, dafür mit Fenchel und Eisbergsalat. Farbe: gelb-grün

Der dritte ist mein Favorit, denn er enthält, Blutorangen, Erdbeeren, Birnen, Äpfel, Karotte und Ingwer – eine echte Vitaminbombe und sehr fruchtig. Farbe: knallrot.

Den Rest des Abends werde ich mich nun auf der Couch einmummeln und mal sehen wie ich mich dann morgen fühle.