7 Tage Reboot – Tag 1

Heute war der erste Tag. Leider war es etwas günstig am Oscar-Montag zu starten, denn so musste ich um 2.30 und den Rest des sehr müden Morgens auf Kaffee verzichten. 

Um 7 gabs also den ersten Saft. Alles easy. Ich habe mich dann doch von der Rote Beete-Brühe getrennt und wie ihr wisst eine weitaus leckere Variante gemacht.

Ich war den Morgen über unterwegs und um 10 trank ich einen Pfefferminztee beim Bäcker. Ja, klingt lame, war auch so.

Zu Hause angekommen so gehen 12 gabs den nächsten Saft, eine etwas größere Portion.

Zwischendurch habe ich immer wieder Mineralwasser getrunken. 

Ich hab sogar etwas Sport am Nachmittag geschafft ohne das Gefühl zu haben irgendwie schlapp zu sein. Also, nicht schlapper als sonst auch, wenn man als Wombat versucht zu hüpfen.

Danach durfte ich mich erneut an den Entsafter machen. Und nachdem ich gestern das geschmackliche Massaker mit der Beete hatte habe ich es heute ganz artig nach Rezept gemacht. 

Und hier ist eine ganze Flasche echt schmackofatzig schmeckendes

Fennel in the sun
  
Danach hat es mich erneut überkommen und ich habe verschiedenes ohne Rezept gemixt, aber alles sehr lecker

  

Insbesondere der Ingwer und die Blutorangen bringen guten Geschmack rein, sodass in meinem Kühlschrank ein Liter orangener Saft für morgen wartet.

Nun sitze ich vorm TV und hab das erste mal sowas wie Hunger. 

Aber wie gesagt, sollte es zu schlimm werden kann ich ja jederzeit auch nen Apfel futtern.

1 down, 6 to go!

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Reboot with Mutti – 7 Tage Saftfasten

Reboot mit Mutti, also mir. 7 Tage „Detox“.

Was? Wer? Detox? Wieso?

Ich habe mich entschlossen das selber mal auszuprobieren. Ich werde von nun an 7 Tage Detox machen, also entgiften. Dazu werde ich versuchen eine Woche lang meine Ernährung durch Gemüse- und Obstsäfte zu ersetzen. Der Begriff „detox“ taucht derzeit überall auf und klingt zudem ziemlich fancyschwancy. Auf deutsch nennt man es auch einfach Saftfasten. Da es aber zu Beginn tatsächlich um ein Aufräumen, ein Säubern und Entgiften des eigenes Körpers geht werde ich den Begriff bestimmt trotzdem ab und an verwenden.

Ich bin auf diese Methode gestoßen, da ich die Netflix-Dokumentation „Fat, Sick & Nearly Dead“ und deren Nachfolger „Fat, Sick & Nearly Dead 2“ gesehen habe. (Ich empfehle wirklich jedem sich die beiden Dokus anzusehen. Selbst wenn es mitunter sehr glorifizierend zugeht, ist es aber doch erstaunlich was dort mit den Menschen passiert)

Beim Saftfasten geht es um die Ernährung mit sogenannten „Mikro-Nährstoffen“. Sie sind in allen Gemüse- und Obstsorten sowie in Nüssen, Bohnen und einigen Samen enthalten. Alles andere fällt unter Makro-Nährstoffe.

In der Doku schafft es der Protagonist tatsächlich sich 60 Tage ausschließlich von diesen Mikro-Nährstoffen in Saftform zu ernähren. Als ich das zum ersten Mal hörte, schellten in meinem Kopf alle Alarmglocken. Das fand ich zumindest zu Beginn doch sehr drastisch. Wie wirkt sich das auf die Bauchspeicheldrüse aus, den Magen, den Darm etc? Glücklicherweise verpflichtete sich der Teilnehmer der Doku regelmäßige Bluttests bei seinem Arzt zu machen und sich auch sonst regelmäßig durchchecken zu lassen.

Wie es der Zufall so will habe ich morgen früh auch einen Arzttermin und werde mir hoffentlich dann das Okay von meinem Hausarzt einholen können.

7 Tage nur flüssig?

Werde ich das schaffen? Ich bin ehrlich: Ich habe das Gefühl, dass ich mit Sicherheit schon das Bedürfnis haben werde zumindest ein paar der Einheiten an Obst oder Gemüse als feste Nahrung zu mir zu nehmen – und ich werde mir von vorne herein nicht verbieten auch Obst und Gemüse zu essen. Es handelt sich somit um eine Light-Version des Saft-Fastens. Wenn ich es ohne feste Nahrung schaffe: super! Wenn ich ab und an doch einen Apfel oder eine Tomate esse: auch super!

Ich habe mich dazu entschlossen mir das zu „erlauben“, da ich im Gegensatz zu den in den Dokus gezeigten Personen, bereits auf meine Ernährung achte. Ich versuche schon länger keine Fertig-Produkte mehr zu essen, bei mir zu Hause gibt es keine Schokolade oder anderes Süß-Zeug, was man einfach aufreißen und in sich hineinstopfen kann. Für mich selbst kaufe ich seit einem knappen Jahr kein Fleisch mehr. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich in einem Menü für die vegetarische Variante. Trotzdem geißele ich mich nicht, wenn ich bei meinen Eltern esse und es dort mal ein Gulasch gibt. Das mag nicht jedem Tierfreund gefallen, aber darum soll es in diesem Post auch gar nicht gehen.

Wie geht es nun los?

Schritt 1: Zutaten

Zunächst bin ich gestern voller Ehrgeiz losgezogen und habe allerlei Grünzeug und ein bisschen Obst eingekauft. detox1

 

In der Doku werden viele der Säfte aus grünem Obst- und Gemüse hergestellt. Ich werde die Säfte so mischen, dass sie mir schmecken. Denn bei einem Saft nur aus Spinat, Leute – da kotz ich euch gleich daneben, da bin ich sicher.

Vielleicht komme ich irgendwann auf meine Liebslingsmischung, aber vielleicht würge ich auch einfach den Saft runter, weil ich es durchziehen will.

Schritt 2:  Entsafter

So. Daran scheiterte es bereits. Ich besitze keinen Entsafter, wer hat sowas überhaupt zu Hause, ich meine ernsthaft? Egal. Ich wühlte mich durch Testberichte und Preisvergleiche und hätte niemals gedacht, dass so ein Gerät tatsächlich so teuer sein kann. Dank des Internets und Ebay-Kleinanzeigen konnte ich mir aber einen gebrauchten Entsafter von Gastroback (Modell 40126) leisten. 950 Watt, 2 Stufen, 1,5 Liter Fassungsvermögen, große Öffnung, schreddert selbst die Schwiegermutter das Teil.

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Schritt 3: Zubehör

Wenn ich wirklich versuche bereits mein Frühstück als Saft zu mir zu nehmen, müssen Vorbereitungen getroffen werden. Da ich bereits sehr früh zu arbeiten beginne und in der Regel im Büro mein Obst-Müsli in mich reinschaufele, muss ich bereits am Vorabend den Saft für den nächsten Morgen zubereiten und irgendwie so abfüllen, dass ich ihn mit ins Büro nehmen kann. Glücklicherweise habe ich einige Glasflaschen des Soda-Streams übrig und kann so bereits fertige Säfte abfüllen. Wie lange die sich so halten, werde ich dann wahrscheinlich im Selbstversuch erfahren (müssen). In der Doku habe ich leider nicht erkennen können wieviel der Säfte die Personen über den Tag verteilt trinken. Ob sie quasi immer ein bisschen Saft dabei haben, wenn sie Lust haben was zu essen oder zu trinken oder ob sie es nur zu den Mahlzeiten trinken. Ich werde es so machen, dass ich immer genug Saft dabei habe, um ihn quasi jederzeit trinken zu können. Zur Not strecke ich ihn im Büro nochmal mit Wasser. Denn: ich bin ein sehr sehr sehr hungriger Mensch. Essen was my first love and it will be my last. Wenn ich nicht gerade esse bin ich krank oder tot. Deswegen wird das für mich ein sehr steiniger Weg.

Schritt 4: Vorwarnen

Was ich in der Dokumentation besonders interessant fand war die psychische Veränderung der Menschen während des Detox-Programmes. Die ersten 4 Tage scheinen die härtesten zu sein. Insbesondere zwischen Tag 3 und 4 scheint bei den meisten der erste Tiefpunkt erreicht zu sein. Sie waren müde, mürrisch, alles tat weh, sie waren mitunter depressiv, wollten abbrechen, waren launisch, bis hin zu aggresivem Verhalten. Deswegen macht es Sinn die Menschen in der nahen Umgebung vorzuwarnen, dass man vielleicht ein paar Tage nicht zu ertragen ist.

Das gute ist: für mich ändert sich nix, denn ich bin immer so scheiße gelaunt 🙂

Kritisch wird es allerdings werden, dass ich auch keinen Kaffee oder Tee in dieser Zeit zu mir nehmen darf. Ich muss also in Allerhergottsfrühe irgendein Gebräu aus Gemüse in mich schütten anstatt meines heißgeliebten Koffeins. Okay, ich gebe zu, das könnte tatsächlich zu der ein oder anderen niedergebrannten Kleinstadt führen. Aber wenn ich es versuche, dann will ich auch wissen ob ich es kann und werde es so lange aushalten wie es nur geht. Wenn ich es nicht schaffe, dann habe ich es zumindest versucht.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten ob ich es tatsächlich schaffe, 7 Tage nur Flüssiges zu mir zu nehmen oder ob ich vielleicht eine andere Variante aus kleinen Mahlzeiten und Saft ausprobiere – wir werden es sehen. Jetzt werd gleich damit beginnen meinen aller ersten Saft zu mixen und empfinde tatsächlich soetwas wie freudige Erwartung.

Habt ihr ebenfalls  Erfahrungen damit gemacht und könnt mir vielleicht einige Tipps zu Zusammenstellungen oder euren Lieblings-Säften geben?

 

-Update: Habe gerade meinen ersten Saft gemischt aus einer Hand voll Spinat, einer kleinen rote Beete, 2 Karotten, 2 Äpfeln, einer Birne, 2 Radieschen, einer Zuchhini, 1 Tomate. Und was soll ich sagen? Er schmeckt ganz scheußlich, zumindes hat es einen erdigen Nachgeschmack. Ich hab noch einen Schuß Zitrone dazu gegeben und es mit Wasser verdünnt. So gehts. Oh Gott. Ich muss dringend weniger von dem ganzen Spinat und Beete gedöns nehmen. Aber da muss ich nun durch. Für morgen zumindest hab ich schon eine gute Karaffe abgefüllt. Oder vielleicht trinke ich das heute alles aus und mache für morgen nochmal was anderes.

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Ich habe gerade auf Reboot With Joe – Juices einige Rezepte gefunden, nach Farbe sortiert und mit leckeren Empfehlungen (hätte ich vorher drauf kommen können, ich Napf.)

Heute darf ich ja noch Kaffee und alles und werde auch noch ganz normal essen. Ab morgen laufen dann die 7 Tage.

Ich werde hier laufend berichten, wenn ihr wollt, verfolgt einfach meine nächsten 7 Tage Reboot.

 -Update 2

Ich habe nun eine Mischung aus Äpfeln, Karotten, Erdbeeren und Blaubeeren gemacht und es schmeckt super lecker! Man könnte es auch noch mit etwas Wasser strecken, je nach dem wie intensiv man ds mag.

Voila 🙂